Zeitreise durch Coburg: Alte Fotos & Stadtgesichter
Zeitreise durch Coburg: Alte Fotos, Geschichten & Menschen
In den kommenden Wochen planst du eine eigene, selbst geführte Foto‑Zeitreise durch Coburg. Du wirst historische Aufnahmen mit aktuellen Blicken nachstellen, kurze Gespräche mit Menschen führen und dein Material rechtssicher aufbereiten. Dieses Programm zeigt dir, wie du vorgehst, welche Route sich anbietet, welche Ausrüstung hilfreich ist und wie du Ergebnisse teilst.
Überblick: Deine bevorstehende Foto‑Zeitreise
Du wirst in Coburg ausgewählte Orte aufsuchen, Motive in möglichst identischer Perspektive fotografieren und Stimmen aus der Stadt einsammeln. Ziel ist ein kleines, persönliches Zukunftsprojekt: ein Vorher‑/Nachher‑Set aus Bildern und Notizen, das deine Beziehung zur Stadt vertieft und andere zur Teilnahme motiviert.
- Format: selbst organisierter Rundgang (Einzelperson oder kleine Gruppe)
- Fokus: Orte, Gesichter, Alltagsmomente – alles mit Blick nach vorn
- Ergebnis: ein kuratiertes Mini‑Archiv (Fotos, Audiostimmen, Kurztexte)
- Rechtliches: du wirst Urheber‑, Persönlichkeits‑ und Datenschutzfragen beachten
Beispiel‑Zeitplan, den du umsetzen wirst
- Eine Woche vorher: Du wirst alte Familienfotos sichten, Motive auswählen und Standorte in einer Karte vormerken. Du planst eine 2–3‑stündige Route.
- Rundgangstag (Beispiel):
- 10:00 – Start am ersten Standort, Kameratest, Lichtcheck
- 10:15–12:00 – 5–7 Stationen ansteuern und neue Fotos aufnehmen
- 12:00–12:30 – Kurzinterviews/Notizen sammeln (wenn Personen zustimmen)
- 12:30 – Abschluss, Datensicherung
- 1–3 Tage danach: Du wirst Dateien benennen, Metadaten ergänzen, rechtliche Freigaben prüfen und eine kleine Auswahl teilen.
Vorgeschlagene Route für deinen Rundgang
Du wirst diese frei zugänglichen Orte ansteuern und jeweils ein klares Motiv wählen. Passe die Reihenfolge an deine Wegeplanung und das Licht an.
- Marktplatz: Du fotografierst die Platzachse mit Rathausfront in frontaler Perspektive.
- Albertsplatz: Du erfasst Wegeführung und Blickachsen mit ruhiger Linienführung.
- Ketschengasse: Du wirst Fassadenabfolgen und Schaufensterfronten dokumentieren.
- Spitalgasse: Du nimmst die Straßenbreite und Nutzungen im Erdgeschoss auf.
- Schloss Ehrenburg (Außenansicht): Du achtest auf eine sichere Standposition und symmetrische Komposition.
- Veste‑Blick (Aussichtspunkt innenstadtnah): Du vergleichst Silhouette und Grünanteile im Stadtbild.
Hinweis: Du wirst vor Ort auf Verkehrsregeln achten, keine Zugänge blockieren und sensible Bereiche respektieren.
Menschen im Bild: So wirst du Stimmen einbinden
- Du wirst nur solche Personen fotografieren, die erkennbar einverstanden sind (Einwilligung einholen).
- Du wirst kurze Fragen stellen (z. B. „Was wünschst du dir für diesen Ort in den nächsten Jahren?“) und Antworten stichwortartig notieren oder – mit Zustimmung – aufnehmen.
- Du wirst Zitate vor Veröffentlichung freigeben lassen.
Ausrüstung & Vorbereitung
- Kamera oder Smartphone mit stabiler Halterung
- Optional: ein kleines Einbeinstativ für deckungsgleiche Perspektiven
- Mobile Stromversorgung und wetterfeste Hülle
- Map‑App mit markierten Standpunkten und Notizfunktion
- Einverständniserklärungen (analog oder digital) für Gespräche und Porträts
Wenn du private Abzüge nachträglich digitalisieren wirst, wähle eine hohe Auflösung (z. B. 300–600 ppi) und verlustarme Formate (TIFF/PNG). Du wirst Rückseiten mit Notizen ebenfalls erfassen, da sie Kontext liefern.
Rechtliches, Sicherheit & Etikette – das wirst du beachten
- Panoramafreiheit (§59 UrhG): Du wirst dauerhaft im öffentlichen Raum sichtbare Werke (z. B. Fassaden) in der Regel frei fotografieren dürfen. Innenräume oder nicht dauerhaft sichtbare Installationen sind ausgenommen.
- Personenaufnahmen: Du wirst erkennbar dargestellte Personen nur mit Einwilligung aufnehmen und veröffentlichen. Gruppen‑ und Ereignissituationen erfordern besondere Sorgfalt.
- Datenschutz: Du wirst nur erforderliche Daten erfassen, Einwilligungen dokumentieren und Widerrufe respektieren.
- Privatgelände: Du wirst auf Hausrechte achten und bei Bedarf vorher um Erlaubnis bitten.
- Sicherheit: Du wirst keine riskanten Standorte wählen, Wege frei halten und Einsatzfahrten nicht behindern.
Ergebnisse kuratieren & teilen: So wirst du vorgehen
- Du wirst Motivpaare in identischer Brennweite und Höhe anordnen.
- Du ergänzt jeweils drei Elemente: Ort, Jahr (neu), kurzer Kontextsatz.
- Du wirst eine kleine Galerie erstellen und Barrierefreiheit berücksichtigen (Alternativtexte).
- Du teilst nur Inhalte, für die Einwilligungen und Rechte vorliegen.
Nächste Schritte
- Du wirst ein Datum für deinen Rundgang festlegen und Mitstreitende einladen.
- Du wirst 5–7 Motive auswählen und Standorte in deiner Karte markieren.
- Du bereitest Einwilligungsformulare und eine einfache Checkliste vor.
- Du planst 30 Minuten Puffer für Gespräche und Notizen ein.
Quellen & weiterführende Hinweise
- UrhG §59 – Werke an öffentlichen Plätzen (Panoramafreiheit) — Bundesministerium der Justiz/juris (accessed 2025-12-01)
- BfDI – FAQ zur DSGVO (Fotografie und personenbezogene Daten) — Bundesbeauftragter für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (accessed 2025-12-01)
- DFG – Praxisregeln „Digitalisierung“ — Deutsche Forschungsgemeinschaft (empfohlene Mindeststandards zu Auflösung/Metadaten) (accessed 2025-12-01)




